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Absturzsicherung - Wer darf PSA gegen Absturz prüfen?

Je nachdem was der Hersteller in der Gebrauchsanweisung angibt. In der Regel ist das für Auffanggurte, Seile usw. eine Sachkundige Person. Verbindungsmittel (Seil, Gurt) den Abstand von ihr zum Anschlagpunkt des Gerätes mit geringer Geschwindigkeit zu verändern. Im Falle eines Sturzes blockieren diese Geräte automatisch.">Höhensicherungsgeräte können durch den Hersteller selbst, einen vom Hersteller zertifizierten Sachkundigen oder durch eine vom Hersteller beauftragte Person geprüft werden.

Atemschutz - Existieren Standards für die maximale Nutzungsdauer von Gasfiltern?

Es gibt keine Standards oder Richtlinien, da externe Konditionen wie Gaskonzentration, Temperatur, äußere Luftfeuchtigkeit und die Härte der Arbeit (Atemluftbedarf) stark variieren und die Nutzungsdauer des Filters somit beeinflussen.

Atemschutz - Warum empfinde ich das Atmen schwieriger, wenn ich eine Maske trage?

Eine partikelfiltrierende Halbmaske hat normalerweise mehrere Schichten Filtermaterial, durch welche die Luft strömen muss, bevor sie in unser Atemsystem gelangen kann. Dieser Widerstand muss beim Einatmen überwunden werden und ist auch in der Norm geregelt. Ein stark erhöhter Einatemwiderstand lässt auf die Erschöpfung des Partikelfilters schließen und ein Wegfall oder stark reduzierter Einatemwiderstand würde Zeichen einer Leckage sein.

Atemschutz - Was ist mit den Klassen 1-3 für Atemschutz-Vollmasken gemeint?

Mit Bezug zur EN136 werden Vollmasken in drei Klassen eingeteilt. Sie bieten alle den gleichen Atemschutz, aber bezüglich der Robustheit und Flamm- und Hitzeresistenz unterscheiden sie sich:
Klasse 1: für niedrige Nutzungsanforderungen
Klasse 2: für normale Anforderungen
Klasse 3: für spezielle Anforderungen (z. B. für Feuerwehrmänner)

Atemschutz - Welche Partikelgrößen können von einem Partikelfilter herausgefiltert werden?

Partikelfilter entfernen grundsätzlich alle Größen von Partikeln aus dem Luftstrom – aber mit unterschiedlichem Abscheidegrad. Der für Filter schwierigste Bereich liegt zwischen 0,1 und 0,5 µm, darüber und darunter ist die Abscheideleistung besser. Die Mindestleistung für diesen kritischen Bereich ist in der Norm für die einzelnen Filterklassen festgelegt.

Atemschutz - Wie lange kann ich ein Atemschutzfilter benutzen?

Grundsätzlich dürfen Atemschutzfilter nur bis zum Ablaufdatum verwendet werden. Partikelfilter müssen spätestens bei erhöhtem Einatemwiderstand ersetzt werden, Gasfilter spätestens wenn Geruch oder Geschmack feststellbar ist, spätestens jedoch 6 Monate nach der erstmaligen Öffnung. Für Spezialfilter (AX-, CO-, NO- Filter) gibt es genaue Angaben in der Gebrauchsanweisung die befolgt werden müssen. Auch mikrobiologische und hygienische Aspekte können einen Filterwechsel erforderlich machen.

Augenschutz - Welche Schutzbrillen sind für fehlsichtige Mitarbeiter geeignet bzw. erlaubt?

Für Fehlsichtige gibt es Korrektionsschutzbrillen als individuellen Augenschutz. Besonders bei Tätigkeiten mit erhöhten Sehaufgaben ( Feinmechanik, Labor, Prüftätigkeiten etc., ) sollte dabei die Brillenglaskorrektur auf die der gewohnten Privatbrille und auf die speziellen Anforderungen am Arbeitsplatz abgestimmt werden. So wie bei allgemeinen Schutzbrillen müssen auch bei Korrektionsschutzbrillen sowohl die Fassung als auch die Scheiben normkonform gekennzeichnet sein. Voraussetzung hiefür ist eine entsprechende Zertifizierung durch ein unabhängiges Prüfinstitut. Sogenannte "Überbrillen" über der Privatbrille sollten nur bei kurzfristigem Einsatz oder als "Besucher-Brillen" zum Einsatz kommen.

Evaluierung - Wer braucht eine Evaluierung?

Jeder Arbeitgeber muss die Gefährdungen und Belastungen im Zusammenhang mit der Arbeit ermitteln, beurteilen und geeignete Maßnahmen gegen die festgestellten Gefahren festlegen.

Evaluierung - Wer hilft mir bei der Evaluierung?

Die jeweiligen Unfallverhütungsdienste der Versicherungsträger wie z.B. AUVA, SVB, SVA usw., aber auch die Interessensvertretungen wie z.B. WKÖ, AK, ÖGB usw. helfen Ihnen gerne weiter. Ebenfalls empfehlenswert ist http://www.eval.at – ein Service von AUVA, AK und WKO. Alle Sicherheitstechnischen Büros stehen für Beratungsdienste – entgeltlich selbstverständlich – ebenfalls zur Verfügung.

Fußschutz - Was bedeutet der Begriff „Mehrweitensystem“ bei Sicherheitsschuhen?

Da die Füße der Endanwender naturgemäß nicht alle gleich lang, breit und voluminös sind, ist neben der Größe die Weite ein wichtiges Maß.

Um eine optimale Passform zu erreichen, ermöglicht ein Mehrweitensystem die Kombination der individuellen Fußlänge mit mehreren Schuhweiten. Als Weite bezeichnet man die Länge des Umfanges einer Linie gemessen über Außen und Innenballen.

Das Weitenmaß steht immer in Bezug zur Länge des Leistens und wächst proportional mit. Weiten werden mit Zahlen gekennzeichnet (Beispiel: Weite 9 ½).

Ein Sicherheitsschuh mit richtiger, passender Weite bringt eine Entlastung des gesamten Bewegungsapparates, besonders bei Tätigkeiten bei denen man lange stehen oder gehen muss.

Fußschutz - Was bedeutet die Kennzeichnung SR (A, B od. C) bei Sicherheitsschuhen?

Diese Schuhmodelle wurden auf die Rutschhemmung der Sohle („slip restistant“) geprüft; je nach Testergebnis gibt es 3 Kennzeichnungsmöglichkeiten:
1. SRA Rutschhemmung auf Boden aus Keramikfliesen mit Natriumlaurylsulfatlösung (SLS)
2. SRB Rutschhemmung auf Stahlboden mit Glycerol
3. SRC Rutschhemmung auf Boden aus Keramikfliesen mit (SLS) und auf Stahlboden mit Glycerol

Fußschutz - Was ist das Mondopoint-System?

Das Mondopoint-System ist das einzige, international vergleichbare metrische Maßsystem. Das Längenmaß bezieht sich auf die Fußlänge, nicht auf die Länge des Schuhes, das Breitenmaß auf die Fußbreite, und das Weitenmaß auf den Ballenumfang.

Mit diesem System wird dem Aspekt Rechnung getragen, dass die menschlichen Füße nicht nur in ihrer Länge, sondern auch in der Breite und Umfang unterschiedlich sind. Um eine möglichst optimale Passform für den Schuhträger zu erreichen, ermöglicht das Mondopoint-Mehrweitensystem die Kombination der richtigen Fußlänge mit verschiedenen Breiten und Weiten. Beim Mondopoint-System wird die Fußlänge und die Fußbreite in Millimetern angegeben (Beispiel: Länge 270/Breite 100 / Weite 9).

Fußschutz - Was ist der französische Stich bei Schuhen?

Der französische Stich ist auch bekannt als "Pariser Stich". Ein Stich nach dem franz. Längenmaß ist 2/3 cm lang. Die Größenkennzeichnung der Schuhe erfolgt durch eine Nummerierung von 15 (kleinste Kindergröße) bis 50. Demnach werden Schuhe nach der franz. Größenangabe mit z.B. Gr. 39, 40, 41, 42 usw. gekennzeichnet.

Handschutz - Bei Chemikalienhandschuhen habe ich die Begriffe Permeation und Penetration gehört. Was bedeuten sie bzw. was ist der Unterschied?

Permeation ist die molekulare Durchdringung des Schutzhandschuhes. Auf molekularer Ebene kann ein Schutzhandschuh in Minutenschnelle durchdrungen sein. Achtung: Die Permeation beginnt bereits mit dem ersten Kontakt mit einer Chemikalie und ist nicht mehr zu stoppen.

Je nach Durchbruchszeit beim Test nach EN 374 unter Laborbedingungen werden Schutzhandschuhe den Schutzindex- Klassen/-Levels 0 (Permeation <10 min) bis 6 (Permeation > 480 min.) zugeordnet

Penetration ist die makroskopische Durchdringung des Schutzhandschuhs, das heißt, der Chemikalienschutzhandschuh weist ein Loch oder einen Riss auf.

Handschutz - Wieso sind ungepuderte Einweghandschuh oft teurer als gepuderte?

Für die Produktion von Einweghandschuhen, müssen die Handformen gepudert werden, damit man den Einweghandschuh von der Form ziehen kann. Um einen ungepuderten Handschuh zu bekommen, muss der Handschuh extra nochmals gereinigt werden, was einen Mehraufwand bedeutet.

Hautschutz - Was gibt der UV-Verunreinigung in der Umgebungsatmosphäre zu ihrer Konzentration in der Einatemluft des Benutzers eines Atemschutzgerätes.">Schutzfaktor bei Bekleidung oder Sonnencremen genau an?

Von April bis September hat ein durchschnittlicher Mitteleuropäer tagsüber eine tägliche Eigenschutzzeit von 10 – 30 Minuten, ohne dass die Haut bei direkter Sonneneinstrahlung dauerhaft geschädigt wird. Ein UV-Verunreinigung in der Umgebungsatmosphäre zu ihrer Konzentration in der Einatemluft des Benutzers eines Atemschutzgerätes.">Schutzfaktor von z. B. 50 gibt an, dass man z. B. 10 x 50 = 500 Minuten vor gefährlicher UV-Strahlung geschützt ist. Die Formel lautet also: Eigenschutzzeit x UV-Verunreinigung in der Umgebungsatmosphäre zu ihrer Konzentration in der Einatemluft des Benutzers eines Atemschutzgerätes.">Schutzfaktor = Zeitdauer, in der man geschützt ist.

Kopfschutz - Nach welcher Zeit müssen Schutzhelme ausgetauscht werden?

Die vielen noch bekannte AAV hat keine Gültigkeit für die Verwendungsdauer bei Schutzhelmen mehr. Generell gilt für die maximale Verwendungsdauer die Angabe des jeweiligen Herstellers. Wegen unterschiedlicher Materialeigenschaften und UV-Beständigkeiten der für Schutzhelme verwendeten Kunststoffe, ist als Richtzeit – z. B. bei Thermoplasten wie PA, PE, ABS, PC - 3 – 5 Jahre und bei Duroplasten wie z.B. PF-SF, UP-GF 8 – 10 Jahre anzunehmen. Eine Ausnahme ist PC-GF, wo ebenfalls 8 – 10 Jahre von Herstellern angegeben werden. Bei sichtbaren mechanischen Beschädigungen, bzw. nach erfolgter Beaufschlagung sind Schutzhelme sofort auszutauschen.