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PSA-SCHWERPUNKT: Warn- und Wetterschutz

Ausgaben-Nummer: 
04/2017

In der M.A.S. 3/17 stand „Absturzsicherung“ im Mittelpunkt, dieses Mal widmen wir uns in unserem PSA-Schwerpunkt der Jahreszeit entsprechend dem Thema „Warn- und Wetterschutz“. Es wird wieder kälter und schneller dunkel: Im Herbst und im Winter ist bei der Auswahl von passender Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für Arbeiten im Freien daher insbesondere auf Witterungstauglichkeit und gute Sichtbarkeit zu achten.

Schutzbekleidung verhindert nicht nur Berufskrankheiten, sondern schützt auch vor Kälte, Wind und Regen bzw. Feuchtigkeit. Die Schutzwirkung wird dabei wesentlich von den Eigenschaften der verwendeten Gewebe und Materialien bestimmt, aber auch durch die Ausführung. Für die kälteren Jahreszeiten sind folgende Produktarten von besonderer Bedeutung:

  • Schutzkleidung gegen Regen
  • Bekleidung zum Schutz gegen Kälte sowie
  • Hochsichtbare Warnkleidung, die eine gute Sichtbarkeit des Trägers bereits aus großer Entfernung bei Tag und Nacht gewährleisten soll.

Bei Arbeiten im Freien ist es wichtig, trocken zu bleiben und eine angenehme Körpertemperatur zu halten. Hier hat sich in der Praxis das „Mehrlagen-Prinzip“ mit beispielweise drei verschiedenen Lagen an Kleidung als wirkungsvoll erwiesen. Lage 1 dient dem Feuchtigkeitstransport von der Haut weg, Lage 2 isoliert und Lage 3 dient dem Schutz gegen Kälte, Regen und Wind. Weitere Merkmale einer guten Außenbekleidung sind u.a.: Eingelassene Bündchen an Arm- und Beinabschlüssen, Schneesperre über dem Reißverschluss, wärmendes Futter in den vorderen Taschen, verstellbares Taillenband, Reißverschluss bis zum Kragen. Auch auf eine entsprechende Kopfbedeckung sollte keinesfalls vergessen werden.

Trockene Füße & warme Hände

Bei kühlen Außentemperaturen ist es wichtig, neben Körper und Kopf auch die Füße trocken und warm zu halten. Schuhe können zusätzlich „CI (Cold Isolation)“ geprüft sein, dann isolieren sie gut gegen die Kälte des Bodens. Damit Füße trocken und warm bleiben, sollte der Schuhschaft möglichst wasserfest sein. Dazu dienen wasserfeste Materialien und gute, hydrophobierte Oberleder. Althergebrachte naturbelassene Futtermaterialien wie echtes Lammfell oder Haarfilz haben sich sehr bewährt. Das richtige Material ist auch bei der Sohle wichtig: Gummi/Gummi-PUR gewährleistet die Flexibilität und die rutschhemmenden Eigenschaften der Laufsohlen auch bei sehr niedrigen Temperaturen. Voraussetzung für trockene Füße sind darüber hinaus geeignete Socken.

Damit Wärme, Fingerspitzengefühl und Wohlbefinden nicht verloren gehen, bedarf es auch an den Händen einer „zweiten Haut“. Schutzhandschuhe gegen Kälte sollen sowohl gegen durchdringende Kälte (konvektive Kälte) als auch gegen Kontaktkälte Schutz bieten. Handschuhe bieten aber nur dann einen zuverlässigen Schutz, wenn sie bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Dazu zählen die Fähigkeit, Wärme zu speichern, hohe Taktilität und Strapazierfähigkeit, Wind- und Wasserschutz, Leichtigkeit und Atmungsaktivität. 

Lesen Sie weiter in der M.A.S. 4/17 im Infoservice auf den Seiten 5 bis 9.

Fotocredit: (C) Fristads