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TITEL INFOSERVICE: Arbeit darf nicht krank machen

Ausgaben-Nummer: 
04/2017

Noch immer werden in Österreich pro Jahr über 1.000 Berufskrankheiten anerkannt. Wenngleich die Zahl der Berufskrankheiten über die vergangenen Jahrzehnte deutlich gesunken ist, kommt allen Bemühungen zur weiteren Vermeidung jeglicher arbeitsplatzbedingter gesundheitlicher Schädigungen nach wie vor höchste Priorität zu. Wir beleuchten die häufigsten Berufskrankheiten und zeigen Wege zur Prävention auf.  

Laut Angaben der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA, www.auva.at) wurden im Jahr 2016 in Österreich 1.181 Berufskrankheiten Erwerbstätiger anerkannt. Zu den häufigsten Berufskrankheiten zählten laut Berufskrankheiten-Statistik 2016
•    Lärmschwerhörigkeit mit 630 Anerkennungen,
•    Hauterkrankungen mit 160 Anerkennungen,
•    Asthma bronchiale mit 66 Anerkennungen sowie
•    Atemwegs- und Lungenerkrankungen mit 75 Anerkennungen.
Berufskrankheiten werden laut dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG, § 177) definiert als „Schädigungen der Gesundheit durch die versicherte Tätigkeit“. Die Liste der derzeit 53 in Österreich anerkannten Berufskrankheiten ist dem ASVG als Anlage 1 angefügt. Aber auch Krankheiten, die nicht in dieser Liste enthalten sind, stehen durch eine sogenannte „Generalklausel“ unter Versicherungsschutz: Sie müssen jedoch nachweisbar berufsbedingt sein und durch schädigende Stoffe oder Strahlen hervorgerufen werden. Für die Überarbeitung der Liste und die Aufnahme von neuen Berufskrankheiten zeichnet das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen verantwortlich.

Was krank macht
Berufskrankheiten entstehen auf Grund von unterschiedlichsten gesundheitsschädigenden Arbeitsbedingungen und Arbeitsstoffen im Unternehmen. Als häufige Auslöser für Berufskrankheiten gelten beispielsweise gesundheitsgefährdende Arbeitsstoffe (wie Blei, Toluol, Quecksilber), physikalische Einwirkungen (wie Lärm, Erschütterungen, Strahlung), Infektionserreger (wie Hepatitis A, B oder C, Tuberkulose), Stäube (wie Quarzstaub, Asbest und Hartmetallstaub), Hautekzeme sowie allergische Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale.
WICHTIG: Im Gegensatz zu Berufskrankheiten sind sogenannte „arbeitsbedingte Erkrankungen“ wie z.B. Muskel- und Skeletterkrankungen oder psychische Erkrankungen, für die es derzeit keine Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung gibt, wesentlich schwieriger zu erfassen. Das liegt daran, weil diese Erkrankungen meistens nicht nur auf eine, sondern auf mehrere Ursachen zurückzuführen sind.

Lesen Sie weiter in der M.A.S. im Infoservice auf den Seiten 2 und 3.

Fotocredit: (C)3M