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TITEL INFOSERVICE: Das sollten Sie wissen: Normen & Kennzeichnung Absturzsicherungen

Ausgaben-Nummer: 
02/2019

Für die Auswahl der richtigen Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) ist es notwendig, die wichtigsten Normen und Kennzeichnungen zu kennen. Wir setzen unsere Serie mit einer entsprechenden Übersicht zu Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) gegen Absturz fort.

Nach wie vor sind „Sturz und Fall“ Unfallrisiko Nummer 1, leider mit oft schwerwiegenden, mitunter sogar tödlichen Verletzungen. Bereits Stürze aus geringer Höhe können zu schweren Verletzungen führen. Aus diesem Grund ist es daher besonders wichtig, bei Arbeiten auf erhöhten Standorten oder an schwer zugänglichen Bereichen stets ordnungsgemäße und geprüfte Absturzsicherungen zu verwenden.

Immer PSA-Kategorie III

Aufgrund der schwerwiegenden möglichen Folgen sind Ausrüstungen zum Schutz gegen Stürze aus der Höhe immer der PSA-Kategorie III zuzuordnen. Für die verschiedenen Persönlichen Absturzschutzsysteme gilt EN 363:2008, die notwendigen Prüfverfahren sind in EN 364 geregelt. Kennzeichnungsvorschriften sowie allgemeine Anforderungen, u.a. an Gebrauchsanleitungen, Wartung/Instandsetzung, regelmäßige Überprüfungen und Verpackung finden sich in EN 365. WICHTIG: Die Benutzungsdauer von PSA gegen Absturz ist je nach Material und Beanspruchung unterschiedlich und in der Bedienungsanleitung geregelt. Bei die Sicherheit beeinträchtigenden Mängeln darf die PSA auf keinen Fall weiter benutzt werden.

Für jede Situation die passende Lösung

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Produktarten, die je nach Risikosituation und örtlichen Gegebenheiten zum Einsatz kommen und bei richtiger und ordnungsgemäßer Verwendung ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten. Alle verwendeten Systeme müssen jedenfalls nach den jeweiligen Normen geprüft sein und dürfen nicht verändert werden.

Zu den Persönlichen Absturzsystemen zählen

• Rückhaltesysteme, um Abstürze zu verhindern

• Arbeitsplatzpositionierungssysteme, um eine Arbeitsposition einnehmen zu können, bei der ein Sturz ausgeschlossen ist (hier hat eine zusätzliche Sicherung durch ein Auffangsystem zu erfolgen)

• Auffangsysteme, um Stürze aufzufangen und den Fangstoß zu reduzieren (Auffangsysteme mit starrem Verbindungsmittel und Falldämpfer; Auffangsysteme mit mitlaufendem Auffanggerät an beweglicher Führung; Auffangsysteme mit Höhensicherungsgerät)

• Systeme für den seilunterstützten Zugang zu schwer zugänglichen Bereichen sowie

• Rettungssysteme zur Selbstrettung bzw. Rettung anderer Personen.

Lesen Sie weiter in der M.A.S. 2/19 im Infoservice auf Seite 3. Fotocredit: (C)Innotech