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TITEL INFOSERVICE: Normen & Kennzeichnung Handschutz

Ausgaben-Nummer: 
02/2018

Für die Auswahl der richtigen Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) ist es notwendig, die wichtigsten Normen und Kennzeichnungen zu kennen. Gerade im Bereich Handschutz hat sich hier im Vorjahr einiges verändert. Wir geben Ihnen einen Überblick über die aktualisierte Norm EN 388 für „Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken“ sowie die wichtigsten allgemeinen Anforderungen.
Die allgemeinen Anforderungen an Schutzhandschuhe und Armschützer sind nach EN 420:2010 geregelt. Für „Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken“ gilt seit dem Vorjahr die neue ÖNORM EN 388 – Ausgabe: 2016-12-15. Für „Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen“ gibt es ebenfalls eine neue Norm, die 2017 in Kraft getretene ÖNORM EN ISO 374-Ausgabe: 2017-02-01.

Allgemeine Anforderungen nach EN 420:2010 geregelt
EN 420:2010 legt hinsichtlich Gestaltung, Konstruktion, Unschädlichkeit, Tragekomfort, Zweckmäßigkeit, Kennzeichnung und Produktinformationen u.a. Folgendes fest:
- Ergonomie: Die Handschuhgröße muss zur Handgröße passen (Gr. 6 – Gr. 11; Mindestlänge pro Handgröße); die Handschuhbeweglichkeit wird mit Leistungsindikatoren (1-5) angegeben.
- Unschädlichkeit für Gesundheit und Hygiene: Von den verwendeten Materialien für Schutzhandschuhe und von der Verarbeitung dürfen keine gesundheitlichen Risiken für die Benutzer ausgehen.                         
- Wasserdampf: Durchlässigkeit und Aufnahme sollen nach Möglichkeit gegeben sein. Laut einem neuen Hinweis in der Norm gilt: Falls dies aufgrund der Schutzwirkung/-stufe nicht möglich ist, muss der Handschuh so konzipiert sein, dass der Effekt des Schwitzens so weit wie möglich reduziert wird.
- Widerstand gegen Wasserdurchdringung (nicht bei wasserdichten Handschuhen): Die Prüfung erfolgt bei Lederhandschuhen wie bei Sicherheitsschuhen, bei Textilmaterialien alternativ nach EN 20811.
 

Lesen Sie weiter in der M.A.S. 2/18 im Infoservice auf Seite 2.

Fotocredit: (C)Blakläder