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TITEL: PSA-Marktstudie 2018: Wachstum deutlich über den Erwartungen

Ausgaben-Nummer: 
03/2018

Zum dritten Mal hat der Verband Arbeitssicherheit (VAS) den österreichischen Markt für Persönliche Schutzausrüstung (PSA) im Rahmen einer umfassenden Studie untersucht. Die dritte Auflage der Marktstudie, die wie in den Vorjahren von SDI-Research durchgeführt wurde, zeigt für die Jahre 2015 bis 2017 ein Wachstum des Marktes für PSA deutlich oberhalb der Erwartungen.
Die Nutzung von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ist untrennbar mit moderner gewerblicher und industrieller Produktion verbunden. „Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass sich nach der eher langsamen Entwicklung zwischen 2012 und 2014 eine Trendwende zeigt: Die Nutzung von PSA steigt deutlich stärker als die Inflation und die Konjunktur der vergangenen Jahre“, betont Dr. Oskar Villani, Geschäftsführer von SDI-Research.

Ein Markt in Entwicklung
Der österreichische PSA-Markt erreichte im Jahr 2017 ein Volumen von 236,4 Millionen Euro. Das entspricht einem mittleren jährlichen Wachstum von 7,2 Prozent und liegt damit deutlich über den Konjunktur- und Inflationsraten der vergangenen Jahre. Entsprechend dem bisherigen Verlauf und den Erwartungen der Hersteller, Händler und Verbraucher könnte das Volumen 2018 erstmals die 250 Millionen Euro-Grenze erreichen.
Die Hintergründe dieser positiven Marktentwicklung sind neben der allgemein optimistischeren Wirtschaftsperspektive der letzten Jahre einerseits die steigende Verwendungsdichte von PSA-Produkten sowie das Interesse der Kunden an hochqualitativen Produkten, andererseits aber auch – besonders im Bereich der Schutzbekleidung – der Trend zur Individualisierung zum Beispiel durch Anpassung von Schutzbekleidung an das Unternehmensdesign. Aktuell werden im Produktionsbereich mit Bedarf an Schutzausrüstung im Schnitt pro Person und Jahr rund 135 Euro investiert.

Ein Markt der Regionen
Wie schon bisher zeigt sich der Markt für PSA-Produkte innerhalb der Bundesländer sehr unterschiedlich. Die Nutzung von Persönlicher Schutzausrüstung hat in jenen Ländern mit starker Produktionsstruktur deutlich zugenommen, wobei Oberösterreich als wichtigstes Bundesland seine Führungsrolle in der PSA-Nutzung noch etwas ausgebaut hat. Ein Viertel aller PSA-Umsätze werden in diesem Bundesland erzielt, gefolgt von der Steiermark (18 Prozent), Niederösterreich (15 Prozent) und Wien (13 Prozent). Mit Ausnahme von Vorarlberg hat sich der Anteil der PSA-Umsätze in Bundesländern mit geringem Anteil eher weiter verringert.

Ein Markt in Veränderung
Wie stark der PSA-Markt von den Anforderungen moderner Betriebe geprägt ist, zeigt ein Blick auf die Prioritäten der Einkäufer und Nutzer. Standardprodukte von der Stange sind passé. Mit 59,5 Prozent aller Nennungen ist die als „sehr wichtig“ eingestufte Top-Priorität aus Nutzersicht Service und Support, wobei der Fokus auf der persönlichen Beratung liegt mit Schwerpunkt auf Fachkenntnis im komplexen Feld der Sicherheitsvorschriften. Wer Persönliche Schutzausrüstung kauft, kauft zunehmend nicht nur Produkte, sondern auch gleich das Wissen um die korrekte Anwendung mit.
Daneben kann sich aber auch der PSA-Markt den Trends der Zeit nicht entziehen. Wer Persönliche Schutzausrüstung ordert, möchte diese möglichst sehr schnell geliefert bekommen, im Fall des Falles wieder einfach zurücksenden können und daneben alle wichtigen Informationen stets online parat haben – Gewohnheiten wie man sie von Onlineversendern kennt.

Lesen Sie weiter in der M.A.S. 3/18 auf Seite 5.

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