Startseite

TITELSTORY: Individuelle PSA - Was sich Anwenderinnen wünschen

Ausgaben-Nummer: 
04/2016

Neben altersgerechten und ergonomischen Aspekten werden bei der Entwicklung von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA), wie z.B. Schutzbekleidung und Fußschutz, zunehmend auch geschlechterspezifische Anforderungen mitberücksichtigt. Wir sind der Frage nachgegangen, worauf Anwenderinnen dabei besonders Wert legen.

Immer mehr Hersteller bieten im Bereich Schutz- und Arbeitsbekleidung spezielle Damenkollektionen an, die sich u.a. in Sachen Schnittführung, Farb- und Materialauswahl von den Herrenkollektionen unterscheiden. Bei Sicherheitsschuhen wiederum garantieren nur speziell auf die Bedürfnisse eines Damenfußes entwickelte Damenleisten für eigene Damenmodelle eine optimale Passform.

Die Vorteile einer individuell passenden, „maßgeschneiderten“ Persönlichen Schutzausrüstung bestätigen zahlreiche Untersuchungen in der Praxis: Je passgenauer die PSA ist, desto höher sind auch Trageakzeptanz und Tragequote. Zudem kann die Trageakzeptanz durch die Miteinbeziehung der Mitarbeiter bei der Entwicklung und Auswahl noch weiter erhöht werden.

Gleichberechtigter Auftritt & gute Passform

Die Firma Haberkorn (www.haberkorn.com) hat im Zuge der Entwicklung ihres aktuellen Arbeitsschutzsortiments besonderen Wert auf die Berücksichtigung der Wünsche der weiblichen Belegschaft in Unternehmen gelegt. „Wir haben auf Basis von zahlreichen Gesprächen über den Zeitraum eines Jahres analysiert, was für unsere Kunden und die Anwenderinnen wichtig ist – um herausfinden, was wir dazu beitragen können. Wir entsprechen mit unserer Untersuchung auch den aktuellen gesetzlichen Vorschriften: Denn diese sehen vor, dass Mitarbeiter, in diesem Fall eben die weibliche Belegschaft, bei der Auswahl von Arbeitsschutzprodukten mit einbezogen werden müssen – und dass Arbeitsschutz gendertauglich sein muss“, erklärt Bernhard Nemcic, Sortimentsmanager Arbeitsschutz bei der Haberkorn GmbH.

Die Befragung brachte aufschlussreiche Ergebnisse: „Die Anwenderinnen wünschen sich von der Optik her einen gleichberechtigen Auftritt, sie wollen als Fachkraft ernst genommen und speziell von den männlichen Kollegen respektiert werden. Trotzdem wollen sie ihre Weiblichkeit in der PSA nicht verstecken, ohne dabei jedoch gängige Vorurteile oder Klischees zu bedienen“, fasst Nemcic zusammen.

In Bezug auf Passform und Schnitte geht der Wunsch von jüngeren bzw. sportlichen und modebewussten Frauen klar in Richtung einer köperbetonten Passform und weibliche Schnitte. Herrenschnitte kaschieren zwar, sie sind den Damen aber oft zu groß, was durchaus Gefahrenpotential, z.B. bei der Bedienung von drehenden Maschinen, mit sich bringen kann. Unter einer schlechten Passform leiden auch die Trageakzeptanz und die Ergonomie – das Arbeiten wird erschwert. „Größte Probleme in Sachen Passform bereiten in der Praxis Bundhosen und Shorts, teils auch Latzhosen, da Unisex- oder Herrenschnitte v.a. an Hüften und Oberschenkeln nicht der weiblichen Figur entsprechen. Die Länge der Hosen bereitet ebenfalls Probleme“, so Nemcic.

Lesen Sie die gesamte Titelstory in der M.A.S. 4/16 auf den Seiten 4-5.

Fotocredit: (C)iStockphoto