ARBEITSMEDIZIN: Gesunde Menschen – gesunde Wirtschaft

ARBEITSMEDIZIN: Gesunde Menschen – gesunde Wirtschaft

Dass Menschen möglichst lange gesund und leistungsfähig ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen und dann bei möglichst guter Gesundheit in den Ruhestand treten können, ist keine Selbstverständlichkeit. Die Zahl der Arbeitsunfälle sinkt seit Jahren kontinuierlich, die Berufskrankheiten stagnieren auf niedrigem Niveau. Dieses Verdienst dürfen sich zu einem Gutteil die Arbeitsmediziner zuschreiben, die in den Unternehmen präventiv dafür sorgen, dass die Beschäftigten durch ihre Arbeit nicht krank werden bzw. zu Schaden kommen.

Dennoch bleibt noch immer viel zu tun, denn die Digitalisierung revolutioniert die Arbeitswelt. Zu den „alten“ Risiken wie Lärm, Gefahrstoffe, körperlich schwere Tätigkeiten gesellen sich neue Herausforderungen für Prävention und Gesundheitsförderung, wie zum Beispiel die Aufhebung fester Büro-Arbeitsplätze, Arbeitsverdichtung oder die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung von Arbeitsprozessen.

Die aktuelle demografische Entwicklung macht deutlich, dass die langfristige Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit von arbeitenden Menschen eines der vorrangigsten gesundheitspolitischen Ziele ist. Bereits jeder dritte Erwerbstätige ist über 50 Jahre alt und damit ist diese Gruppe etwa doppelt so groß wie jene der „jungen“ Erwerbsfähigen zwischen 20 und 29 Jahren. „Umso wichtiger ist es, die Arbeitnehmer physisch und mental zu befähigen, länger im Arbeitsprozess zu bleiben, damit Wissen und Kompetenzen im Betrieb bleiben und nicht verloren gehen. Eine der wichtigen Aufgaben der Arbeitsmedizin wird in Zukunft daher sein, auch Menschen mit chronischen Erkrankungen ihrem Gesundheitszustand angepasst zu beschäftigen bzw. nach einer Erkrankung wieder einzugliedern“, betont Dr. Stefan Koth, Geschäftsführer der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP).

 Vorbeugen statt heilen

Arbeitsmedizin ist in erster Linie Präventivmedizin. Gemäß dem von der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP) publizierten „Berufsbild Arbeitsmediziner(in)“ umfasst Arbeitsmedizin Maßnahmen

  • der Schadensverhütung (Primärprävention),
  • der Früherkennung von Risikofaktoren und Erkrankungen (Sekundärprävention),
  • der beruflichen Wiedereingliederung und der Integration gesundheitlich beeinträchtigter Menschen (Tertiärprävention) sowie
  • der Gesundheitsförderung.

Sie zielt einerseits auf die Vermeidung bzw. Minimierung gesundheitsbeeinträchtigender Einfluss­faktoren (Verhältnisprävention) sowie andererseits auf die Stärkung persönlicher Gesundheitsressourcen und die Motivation zu eigenverantwortlichem gesunden Verhalten (Verhaltensprävention).

Für Arbeitsmediziner ist nicht die Konzentration auf die Krankheit (Pathogenese) wesentlich, sondern die Erhaltung der Gesundheit (Salutogenese). Sie ist daher zwar auch an Diagnosen von möglicherweise durch den Beruf ausgelösten Erkrankungen interessiert, vielmehr aber noch an der Beseitigung der Ursachen. Denn nur ein präventiver Ansatz kann die Entstehung bzw. das Neuauftreten von berufsbedingten Erkrankungen nachhaltig verhindern.

 Gefahren erkennen – arbeitsmedizinisch beraten – unternehmerisch denken

Zum Aufgabenfeld von Arbeitsmedizinern gehören die Begehung von Arbeitsplätzen und die Beurteilung von Gefährdungen ebenso dazu wie Untersuchungen, Beratung der Beschäftigten sowie Besprechungen mit Führungs- und Sicherheitsfachkräften. Dabei geht es nicht ausschließlich um medizinische Themen. Je nach Betrieb bzw. Branche müssen sich Arbeitsmediziner auch in betrieblichen Abläufen und Organisationsstrukturen, in gesetzlichen Bestimmungen des Arbeitnehmerschutzes, in Psychologie und manchmal auch in Technik, Chemie und Biologie auskennen. Einerseits sind sie sehr nah an den Beschäftigten und andererseits als beratende Führungskraft idealerweise direkt der Firmenspitze zugeordnet.

Zusätzlich zu den Aufgaben des klassischen Arbeitnehmerschutzes kann die Arbeitsmedizin mit Maßnahmen der Gesundheitsförderung im „Setting“ Arbeitsplatz die rund vier Millionen unselbständig Beschäftigten in Österreich dort erreichen, wo sie den größten Teil ihrer Zeit verbringen. Sie gelangt damit auch zu Bevölkerungsgruppen, die eventuell gesundheitliche Risikofaktoren haben, aber noch nicht manifest erkrankt sind, oder erreicht diejenigen, die häufig nicht an allgemeinen Vorsorgeprogrammen teilnehmen und von sich aus oft zu spät zum Arzt gehen.

Die Rolle des Arbeitsmediziners kann daher schlussendlich auch die eines ganzheitlichen Gesundheitsberaters und betrieblichen Gesundheitsmanagers sein, der den Bereich „Gesundheit im Unternehmen“ dann zentrale „Drehscheibe“ steuert. Quelle: Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP)

Ein Interview mit Dr. Stefan Koth finden Sie in der aktuellen Ausgabe der M.A.S..

 

Fotocredit: ©AdobeStock/Robert Kneschke

BETRIEBLICHER ARBEITSSCHUTZ & PRÄVENTION: Neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit

BETRIEBLICHER ARBEITSSCHUTZ & PRÄVENTION: Neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit

Die Wissensbasis zur Wirksamkeit von Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) und Prävention ist mittlerweile deutlich gewachsen, wie der aktuelle iga.Report 40 der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) untermauert. Maßnahmen in diesen Bereichen sind jedoch nicht nur wirksam, sondern rechnen sich für Unternehmen auch wirtschaftlich.

Der iga.Report 40 mit dem Titel „Wirksamkeit und Nutzen arbeitsweltbezogener Gesundheitsförderung und Prävention“ stellt die bereits vierte Aktu­alisierung des wissenschaftlichen Kenntnisstands zur Wirk­samkeit arbeitsweltbezogener Gesundheitsförderung und Prävention auf Basis von systematischen Reviews dar. Er umfasst rund 100 Veröffentlichungen für den Zeitraum 2012 bis 2018.

Um diese mittlerweile große Wissensbasis überschaubar aufbereiten zu können, gibt es im iga.Report 40 einige Änderungen im Vergleich zu den vorangegangenen Reports: So wurde mit AMSTAR 2 eine methodische Qualitätsbewertung für alle Übersichtsarbeiten eingeführt. Die besten Arbeiten wurden mithilfe des sogenannten „RE-AIM-Modells“ ausgewertet und dabei neben der reinen Wirksamkeit auch auf Aspekte wie Erreichbarkeit, Im­plementierung oder Nachhaltigkeit geprüft. Die Ergebnis­darstellung folgt ebenfalls einer neuen Systematik. Zudem wurden – im Hinblick auf den Transfer der Ergebnisse in die Praxis – relevante Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen bei der Umsetzung von Maßnahmen mitberücksichtigt.

 Arbeitsschutz: Wirksam und wirtschaftlich

Für Arbeitsschutzmaßnahmen deuten die wissenschaftlichen Ergebnisse auf einen positiven Nutzen für Beschäftigte und Unternehmen hin, insbesondere mit Blick auf Aspekte der Nachhaltigkeit. So gibt es für die Durchführung von Arbeitsschutztrainings deutliche Wirksamkeitsbelege. Eine hohe Evidenz zeigt sich hier vor allem für Verbesserungen des sicherheitsbezoge­nen Verhaltens. Ebenso gehen aus den Untersuchungen positive Effekte auf das Arbeitsunfallgeschehen durch die Einfüh­rung sicherer Arbeitsmittel hervor. Hinweise finden sich auch für einen langfristigen Rückgang des Verletzungsrisikos auf­grund von Inspektionen.

Investitionen in den betrieblichen Arbeitsschutz haben aber nicht nur positive Effekte u.a. auf die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern rechnen sich auch wirtschaftlich: Im Durchschnitt belegen 65 Prozent der eingeschlossenen Studien einen ökonomischen Nutzen. Der umfangreichste Review dokumentiert insgesamt 47 Return-on-Investments (ROI), aus denen sich ein mittlerer ROI von 2,7 ergibt. Damit bestätigen die neuen Erkenntnisse die Befunde aus dem Vorgängerreport, der für die Reduktion von Fehlzeiten einen ROI in gleicher Höhe berichtete.

BGF: Sinnvolle Maßnahmen

Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zählen Stress und psychische Störungen zu den am besten untersuchten Themenbereichen, einen neuen Forschungsschwerpunkt bildet das Thema Sitzverhalten. Aus der aktuellen Interventionsforschung ergeben sich beispielsweise u.a. folgende Hinwei­se, mit welchen Maßnahmen die Gesundheit von Beschäftig­ten erhalten und arbeitsbedingten Erkrankungen vorgebeugt werden kann:

  • Laut Studienlage haben Interventionen zur Veränderung des Sitzverhaltens (z.B. höhenverstellbare Sitz-Steh-Tische) Potenzial, die Sitzdauer am Arbeitsplatz zu verringern und somit gesundheitlichen Beschwerden vorzubeugen.
  • Für betriebliche Maßnahmen zur Steigerung der körperli­chen Aktivität werden in der Regel kleine bis moderate Ef­fekte berichtet. Es gibt Hinweise, dass krankheitsbedingte Fehltage durch den Einsatz von Bewegungsprogrammen ef­fektiv reduziert werden können. Die Befunde für den Einsatz von Schrittzählern sind uneinheitlich. Positive Effekte wer­den für zielgruppenspezifisch zugeschnittene Programme zur Bewegungssteigerung berichtet.
  • Für verhältnispräventive Maßnahmen zur Förderung ge­sunder Ernährung (z. B. ein gesünderes Speisenangebot in Kantinen) werden kleine bis mittlere Effekte auf ernährungs­bezogene Outcomes berichtet. Kombinierte Interventionen scheinen rein verhältnispräventiven Interventionen zudem überlegen zu sein.
  • Für Ansätze zur Rauchentwöhnung erweist sich der Arbeitsplatz als besonders geeignet, um die Zielgruppe zu errei­chen. Sowohl gruppentherapeutische Ansätze, persönliche Einzelberatungen als auch medikamentöse Behandlungen gelten als effektiv. Vom Unternehmen gesetzte Anreize tra­gen zu einer höheren Teilnahmezahl bei, steigern die Anzahl derer, die mit dem Rauchen aufhören, aber nicht in vergleich­barem Maße.

Gut untersucht

Insbesondere im Handlungsfeld Stress und psychische Störungen kann die Forschung bereits mit gut untersuchten Interventionen aufwarten: Programme zur Vermeidung von Depressionen, die kognitiv-behaviora­le Techniken einsetzen und mehrere Strategien miteinander verbinden, überzeugen besonders. Der Trend geht auch hier in Richtung zunehmend technologiebasierter Interventionen. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass Face-to-Face-Interventionen diesen im Hinblick auf die Reduktion von arbeitsbezogenem Stress überlegen sind.

Zu achtsamkeitsbasierten Interventionen gibt es viele Studien, von denen die Mehrzahl über positive Outcomes für die psychische Gesundheit berichtet. Auch Führungskräftetrainings, Programmen gegen die Stigmatisierung von psychischen Störungen und Maßnahmen gegen Mobbing am Arbeitsplatz werden positive Effekte bescheinigt.

Weiterer Forschungsbedarf

Auch bei Maßnahmen zur Alkoholprävention und zur Vermeidung von Substanzstörun­gen gilt der Arbeitsplatz als geeignete Lebenswelt für Interventionen, deren Wirksamkeit ist jedoch noch unzureichend evaluiert. Weiteren Forschungsbedarf gibt es auch im Bereich von Maßnahmen zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE): Für körperliche Bewegungsprogramme gibt es Wirksam­keitsnachweise in Form reduzierter Fehlzeiten. Stressma­nagementprogramme und Präventionsmaßnahmen, die auf reine Wissens- und Informationsvermittlung in Unterrichts­form abzielen, erweisen sich dagegen als ungeeignet, um MSE vorzubeugen. Verhältnispräventive Maßnahmen sind hingegen noch deutlich seltener erforscht.

(Quelle: iga.Report 40 „Wirksamkeit und Nutzen arbeitsweltbezogener Gesundheitsförderung und Prävention – Zusammenstellung der wissenschaftlichen Evidenz 2012 bis 2018“ von Ina Barthelmes, Wolfgang Bödeker, Jelena Sörensen, Kai-Michael Kleinlercher und Jennifer Odoy)  

 

ZUM NACHLESEN

Der aktuelle iga.Report 40 „Wirksamkeit und Nutzen arbeitsweltbezogener Gesundheitsförderung und Prävention“ der Initiative für Gesundheit und Arbeit (iga) liefert eine Zusammenstellung der wissenschaftlichen Evidenz aus den Jahren 2012 bis 2018. Sie finden den gesamten, 110 Seiten langen Report zum Nachlesen unter www.iga-info.de .

 

Fotocredit: ©AdobeStock/momentscatcher

SCHACHERMAYER Großhandelsgesellschaft m.b.H.: Familienunternehmen seit 1838

SCHACHERMAYER Großhandelsgesellschaft m.b.H.: Familienunternehmen seit 1838

Im Jahr 1838 von Joseph Schachermayr als Schlosserei in Linz gegründet, unterstützt das Familienunternehmen Schachermayer als Großhändler für Produkte im Technik- und Designbereich Kunden aus Gewerbe, Industrie und Handel mit einem umfassenden Sortiment und Dienstleistungsangebot. Gegenwärtig wird die Unternehmensgruppe Schachermayer mit dem Geschirr-Spezialist Rechberger in sechster Generation von den Brüdern Gerd und Josef Schachermayer geführt.

Kennen Sie die Yellow-City in Linz? So nennen viele langjährige Kunden die Unternehmenszentrale von Schachermayer mit 6.000 Quadratmeter großer Beratungswelt im Linzer Industriegebiet. Über 100.000 Artikel sind lagernd und sofort verfügbar, eine schnelle und sichere Lieferung der Lagerartikel binnen 24 Stunden österreichweit ist garantiert. Zudem setzt Schachermayer als Dienstleister auf die Unterstützung seiner Kunden für Prozesse, Fertigung, Logistik und Maschinen sowie die Fachberatung in den Beratungszentren und vor Ort beim Kunden. Moderne Schauräume und beste Kundenberatung findet man in Österreich zudem in Wien, St. Pölten, Graz, Villach, Rankweil, Innsbruck und Salzburg. Ein länderspezifisches Angebot steht den Kunden in 22 Standorten in Ungarn, der Tschechischen Republik, Slowenien, Slowakei, Kroatien, Polen, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Rumänien, Italien und Deutschland zur Verfügung. Der Online-Webkatalog sorgt zusätzlich für die Möglichkeit einer praktischen und schnellen Bestellabwicklung.

Erfahrung & Auswahl

Schachermayer verfügt über langjährige Branchenerfahrung und eine große Sortimentsauswahl an technischen Produkten und Designlösungen. Die hohe Serviceorientierung in der Kundenbetreuung kann mit einem starken Mitarbeiterteam am Markt umgesetzt werden. Europaweit stehen den Kunden folgende Webkataloge zur Verfügung: Möbelbeschläge, Befestigungstechnik, Baufertigteile, Lagertechnik, Metalle, Werkzeuge, Arbeitsschutz, Chemisch-Technische-Produkte, Küchengeräte, Spülen, Armaturen und Sanitär, Holzbearbeitungs- und Metallbearbeitungsmaschinen.

Safety First

Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein Thema, bei dem Unternehmen besser keine Kompromisse machen sollten. Der Alltag fordert vielen Firmen und deren Mitarbeitern einiges ab. Schwere und gefährliche Arbeiten sind dabei oftmals leider nicht zu vermeiden. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeiten eines Unfalls drastisch zu reduzieren. Im Falle eines Problems gibt es wiederum Möglichkeiten, die Folgen und Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Bei Schachermayer hat die Sicherheit der Arbeit eine große Bedeutung. Deshalb sind wir stets bestrebt, die neuesten Techniken, besten Materialien sowie aktuellsten Sicherheitsstandards anbieten zu können. Unsere  innovativen Sicherheitsprodukte sind quer durch alle Branchen einsetzbar und deshalb sehr begehrt: Wir bieten eine umfangreiche Auswahl an PSA-Artikeln von Kopf bis Fuß sowie Lösungen für Haut- u. Handschutz, Erste Hilfe-Artikel und Absturzsicherungen. Mehr Infos zu unserem Sortiment finden Sie in unserem Webkatalog unter https://webshop.schachermayer.com in der Kategorie „Arbeitsschutz“.  

Eine einheitliche Berufsbekleidung ist das Aushängeschild eines jeden Unternehmens. Daher bieten wir die Veredelung unserer Arbeitsbekleidung an. Jacken, Hosen, Kappen und vieles mehr werden direkt in unserer Unternehmenszentrale in Linz bedruckt. Auch eine Überprüfung von Absturzsicherungen wird bei uns vor Ort gemacht. Eine technische Prüfung der Höhensicherungsgeräte wird von uns an den Hersteller weitergeleitet. Mehr Infos zu den Dienstleistungen rund um den Arbeitsschutz erhalten Sie von unseren Verkäufern im Innen- und Außendienst.

Dienstleistung & Mehrwert

Schachermayer unterstützt seine Kunden als Dienstleister mit ausgereiften Serviceleistungen im Einkauf, in der Produktion und im Bereich Lagerwirtschaft. Dabei setzt man auf individuelle Lösungen, moderne Wege und eine rasche Umsetzung. Beispiele:

  • Logistik: Baustellenanlieferung, Etikettierung, individuelle Warenzusammenstellung uvm.
  • Fertigung: Zuschnitte auf Maß, Montagearbeiten, Bedrucken von Bekleidung
    • Prozesse: C-Teile Management, Online-Konfigurator, Scan App uvm.
    • Maschinen: Beratung, Finanzierung, Logistik, Inbetriebnahme, Service uvm.

 BWF Fachmesse (7./8. Oktober 2020)

Schachermayer blickt auf ein ereignisreiches Jahr voraus: Im Oktober öffnet das Familienunternehmen seine Pforten in der Unternehmenszentrale in Linz für die große Fachmesse Bauen-Wohnen-Fertigen, dem Top-Branchenevent mit der Präsentation von Produkten, Neuheiten und Innovationen für tausende Fachbesucher aus den holz-, metall- und glasverarbeitenden Branchen sowie der Industrie und dem Fachhandel. Zudem stehen mit dem Bauprojekt SCH 2020 mit der Errichtung einer neuen Warenübernahme sowie von Lager- und Büroflächen am Firmensitz und der Fertigstellung des neuen Rechberger-Headquarters mit Österreichs größtem Geschirr-Ausstellungsraum große Projekte an.

Kontakt & Infos

Schachermayer Großhandelsgesellschaft m.b.H.
4020 Linz, Schachermayerstraße 2
Tel.: 0043/732/6599-0
E-Mail: info@schachermayer.at
Internet: www.schachermayer.at

Mehr Infos zum Arbeitsschutz-Sortiment von Schachermayer finden Sie im Webkatalog unter https://webshop.schachermayer.com in der Kategorie „Arbeitsschutz“.

 

Fotocredit: ©SCH/M.Reichl

PSA-Schwerpunkt: Digitale PSA – PSA 4.0

PSA-Schwerpunkt: Digitale PSA – PSA 4.0

In der M.A.S. 4/19 stand das „Arbeiten unter null Grad“ im Mittelpunkt, dieses Mal greifen wir in unserem PSA-Schwerpunkt abermals das Thema „Digitale PSA – PSA 4.0“ auf.

Wir geben Ihnen auf den nächsten Seiten einen tieferen Einblick ins Thema „Digitale PSA – PSA 4.0“, skizzieren die diesbezüglich neuesten Entwicklungen am Markt und die Trends der Zukunft. Zudem haben wir wie gewohnt Experten aus der Praxis befragt. Aus Platzgründen ist es uns hier jedoch NICHT möglich, Details v.a. zu Kennzeichnungen, Normen etc. zu erörtern. Diesbezüglich empfehlen wir Ihnen unsere neue M.A.S.-Serie zu „Normen & Kennzeichnung“ (eine Übersicht der bisher erschienenen Beiträge finden Sie in der M.A.S. 4/19 im Infoservice auf Seite 3), das „Handbuch Persönliche Schutzausrüstung“ des VAS (siehe Kasten Infoservice S. 14) sowie vertiefend zu Normen das Austrian Standards Institute. Einen aktuellen Bezugsquellen­nachweis, bei welchem VAS-Mitgliedsunternehmen Sie welche Persönliche Schutzausrüstung beziehen können, finden Sie auf den Seiten 16-17.

Digitale PSA: Schutzausrüstung im Kontext Industrie 4.0

Ein Gastbeitrag von René Höller, Stuco GmbH, und Alexander Roitner, SCHÜTZE-SCHUHE GmbH

Wir haben uns in vergangenen Ausgaben bereits dem Thema PSA im Kontext zu Industrie 4.0 gewidmet, indem wir das Thema allgemein beschrieben und die Sinnhaftigkeit bzw. die Einsatzgebiete dieser Entwicklung erörtert haben. In diesem Artikel möchten wir uns nun die wichtigsten Bestandteile der digitalen Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) genauer ansehen und auch hier die Vor- und Nachteile herausarbeiten.

Zu Beginn unserer Ausführungen beschäftigen wir uns mit der Frage, worin eigentlich der Unterschied zwischen einer analogen und einer digitalen PSA liegt.

Definition von analoger und digitaler PSA

Als (analoge) PSA gilt jede Ausrüstung, die dazu bestimmt ist, von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern benutzt oder getragen zu werden, um sich gegen eine Gefahr und für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu schützen, sowie jede mit demselben Ziel verwendete Zusatzausrüstung. Unter „digitaler“ Persönlicher Schutzausrüstung wird PSA verstanden, die mit Sensoren und Aktoren ausgestattet ist und in Verbindung mit Software 4.0 Informationen über den Zustand der PSA, deren Nutzung und den Träger liefert.

Die bereits bekannten sind

  • Digitale PSA: mit Sensoren/Aktoren ausgestattet – wie Schutzhelm, Sicherheitsschuhe, Atemschutz, Handschuhe, etc.
  • Smart Clothes: mit Sensoren/Aktoren ausgestattet – Beispiel Arbeitsbekleidung, T-Shirts
  • Wearables:0 Technologie, die am Körper getragen wird, wie Smart Clothes, Armbänder, Brillen

Der Arbeitsplatz der Zukunft

Der Arbeitsplatz der Zukunft wird sich durch die Existenz interagierender und vernetzter Objekte auszeichnen, die heute bereits unter dem Begriff cyber-physischer Systeme (CPS) bekannt sind. Wesentliche Bestandteile eines CPS sind mobile und/oder bewegliche Einrichtungen, Geräte, Maschinen, Roboter, eingebettete Systeme und vernetzte Gegenstände (Internet of Things).

Die verschiedenen Objekte einer Arbeitsumgebung stellen hierbei die physische oder virtuelle Identität eines konkreten oder abstrakten Gegenstandes dar, wie etwa von Maschinen, Anlagen, Werkzeuge oder Applikationen. CPS sind autonome Systeme, bei denen informations- und softwaretechnische mit mechanischen Komponenten verbunden sind. Der Datentransfer und Datenaustausch sowie die Kontrolle bzw. Steuerung erfolgen in Echtzeit über eine Kommunikationsinfrastruktur. Diese Infrastruktur kann u. a. auf einem offenen, globalen Informationsnetzwerk oder auf einem firmeninternen, sicheren Informationsnetzwerk basieren.  

CPS im Rahmen der digitalen PSA

Analoge Sicherheits- und Schutzsysteme in der Industrie 2.0 trennen entweder die beteiligten Akteure (Arbeiter, Maschinen, Anlagen, Prozesse) voneinander, um Gefährdungen zu vermeiden, oder schützen sie jeweils autonom. Die Trennung von Arbeiter und Anlage führt jedoch zu einer eingeschränkten Flexibilität im Produktionsablauf. Der autonome Schutz des Arbeiters wird etwa durch die Nutzung von PSA und durch technische Einrichtungen an Anlagen wie Überspannungsschutz oder Überdruckventile realisiert. In der Industrie 4.0 haben aber schon seit einiger Zeit cyber-physische Systeme eine wichtige Funktion übernommen. Sie steuern heutzutage schon Arbeitsmittel, Produkte, Räume, Prozesse und teilweise auch schon den Menschen. Dadurch sind auch neue Möglichkeiten zur Entwicklung und Nutzung von Persönlicher Schutzausrüstung in Arbeitsprozessen 4.0 geschaffen worden. Diese neue Art der PSA ist proaktiv und intelligent und ermöglicht seinen Nutzerinnen und Nutzern einen erweiterten oder zusätzlichen Schutz. Digitale PSA kann aktiv Aktionen oder Maßnahmen zum Schutz des Anwenders auslösen. Durch die laufende Verarbeitung der Daten während der Anwendung kann PSA 4.0 zusätzliche Schutzfunktionen freigeben, auf die Gefährdung durch schädigende Umgebungseinflüsse hinweisen, warnen bevor in stark belastenden Arbeitsbereichen Grenzwerte überschritten werden und im schlimmsten Fall autonom ein Meldung über einen Notfall auslösen.

Die während der Anwendung gewonnenen Daten können dann wiederum für die Adaptierung von bestehenden Arbeitsprozessen in einen Arbeitsprozess 4.0 genutzt werden. Selbstverständlich müssen dabei aber auch einige Themen für einen produktiven und gesundheitsgerechten Arbeitsprozess beachtet werden.

Digitale PSA kann in Wechselwirkung mit geeigneter Unternehmenssoftware sicherstellen, dass ausgewählte Orte wirklich nur mit geeigneter PSA zugänglich sind (Access Systeme). Gerade im Bereich der PSA-Kategorie III können auch Informationen geliefert werden über Lagerorte, Prüfintervalle, Nutzungsdauer und von wem sie wann benutzt bzw. wie lange sie getragen wurde. Bewegungsprofile lassen sich über GPS-Daten genau darstellen, wobei wir bei diesem und ähnlich gelagerten Informationen schon in unserem früheren Beitrag auf die Problematik des Datenschutzes hingewiesen haben.

Chancen und Risiken von digitaler PSA

Chancen sind etwa die Erhöhung der Sicherheit, eine frühe Wahrnehmung von Gefahrensituationen und die akkuraten Reaktionen darauf. Weiters: Vermeidung von falscher Benutzung der PSA; Einsatz von gesundheitlich beeinträchtigten Menschen durch technische Hilfeleistung (z.B. bei Allergiker); proaktive Erkennung potenzieller Gefahren; schnellere und sicherere Signale bei Notfall; Informationen über Nutzungsverhalten der Träger, deren Vitaldaten, Arbeitsweise, Zustand und Nutzung der PSA; Hinweise auf schädigende Umwelteinflüsse, bevor sie zur Gefährdung werden; Unterstützung von Arbeitsprozessen durch Einbeziehung von PSA.

Zu den Risiken durch den Einsatz von digitaler PSA zählen fehlerhafte und/oder unvollständige Daten, die zu falschen Entscheidungen führen. Das Thema Datenschutz ist durch das Auslesen bei personenbezogenen Daten, wie Vitaldaten, Bewegungsprofile und dergleichen ein sehr großes Thema und noch nicht geregelt. Weiters: Verlust von Intuition zu gefährlichen Situationen; zusätzliche Gefährdung bei Ausfall der Technik – unzureichende Zuverlässigkeit, Schaffung von zusätzlichen Gefahrenquellen und der Kostenfaktor.

Bereits umgesetzte Projekte

Dazu zählen u.a. Warnfunktion durch Überwachung von Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel Schadstoffe in der Luft, Kühl- bzw. Heizfunktion, die die Körper- und Außentemperatur messen und bei Ungleichgewicht aktiv werden, Überwachung von Körperfunktionen und des Arbeitsbereiches in Realtime mittels Sensoren, die im Einsatzfall, wie zum Beispiel bei Feuerwehrmännern, die Strategie der weiteren Einsatzmaßnahmen beeinflussen kann. Zu diesen Daten gehören Schadstoffgehalt, Hitzentwicklung und dergleichen, die über Sensoren in der Feuerwehrbekleidung gemessen werden. Diese Funktionen sind bis dato realisiert worden und tragen zu einer Minimierung des Verletzungsrisikos bei. Am Markt gibt es auch aktive PSA, die als „Notaus“ fungiert, sobald die Gesundheit des Trägers in Gefahr ist. Christof Breckenfelder, Projektleiter Schnittschutzhose „Horst“, hat mit seinem Team eine Hose für Holzarbeiten entwickelt, die mit der Motorsäge kommuniziert. Im Falle eines drohenden Unfalls (stolpern oder ausrutschen) sorgt die Sensorik der Hose dafür, dass ein Signal an die Motorsäge übertragen wird, die den Motor sofort ausschaltet, bevor die Kettensäge die Schutzbekleidung erst berührt.

Weitere Einsatzgebiete, die bereits in die Praxis umgesetzt wurden: Sensorische Näherungsdetektion beim Umgang Mensch, Maschine, Fahrzeug; Beobachten und Speichern von Historien und Gefährdungsparametern zur Erfassung von Gewöhnungseffekten und Gefährdungstoleranzen; Verstärkung von Signalen trotz Gehörschutz, zum Beispiel durch Vibration.

Maßnahmen bei der Beschaffungsentscheidung

Beim Kauf von digitaler PSA, die über „normale“ PSA hinausgeht, sollten neben den allgemeinen Anforderungen an PSA unter anderem folgende Maßnahmen eingebunden werden:

Bei der Beschaffung muss klar sein, welche Daten erhoben werden und welche für das Unternehmen wichtig sind. In diesem Kontext stellen sich dann aber auch einige Fragen:

  • Wem gehören diese Daten, wer nutzt sie, wer kann sie sehen, wie werden sie ausgewertet, wo und wie lange werden sie gespeichert (Stichwort Cloud) und in welchem Kontext werden sie verwendet?
  • Können die Daten gelöscht, widerrufen und/oder manipuliert werden?
  • Sind die Daten mit der Unternehmenssoftware kompatibel, welche Schnittstellen zu anderen smarten Arbeitsmittel sind sinnvoll und wie müssen diese umgesetzt werden?
  • Welche Auswirkungen hat der Einsatz von digitaler PSA auf interne Prozesse und deren Planung?

Im Einsatzfall müssen Beschäftigte auf Chancen und Risiken hinweisen, um Akzeptanz zu erhöhen bzw. zu fördern. Unternehmen müssen mit betroffenen Mitarbeitern (Nutzern von PSA 4.0) vereinbaren, welche Daten die digitale PSA erheben und wie sie verwendet werden. Alle Beteiligten müssen unterwiesen und durch dementsprechende (innerbetriebliche) Ausbildungen zu diesem Thema gefördert werden. Zudem muss digitale PSA in die Gefährdungsbeurteilung und Wirksamkeitskontrolle eingebunden werden (Sensoren/Aktoren vor Einsatz auf Funktionsfähigkeit prüfen; Erfahrungswerte dokumentieren und kommunizieren, um Verbesserungen abzuleiten).

Was bedeutet der Wandel in Richtung PSA 4.0?

Technik vor Organisation, vor persönlichen Maßnahmen (PSA) – das war bisher die Reihenfolge im Arbeitsschutz bei zu wählenden Schutzmaßnahmen. Die spannende Frage, die sich nun stellt, ist die Betrachtungsweise von digitaler PSA. Ist digitale PSA weiterhin nur eine „persönliche Maßnahme“ oder muss sie nun als Teil der „Technik“ gesehen werden und damit an die 1. Stelle der Reihenfolge rücken? Wie auch immer: Am Ende des Tages steht die unbedingte Notwendigkeit von PSA, die unter dem Synonym PSA 4.0 sicherlich eine bedeutende Aufwertung erfahren wird. Ein ganz wichtiges Thema in diesem Zusammenhang ist natürlich auch die Verantwortungs- bzw. Haftungsfrage zwischen Unternehmen/Produzenten, die schlüssig geregelt sein muss.

Quellen: Breckenfelder, C. (2013). Mobile Schutzassistenz; Gabler Wirtschaftslexikon; Verbundprojekt Prävention 4.0, Offensive Mittelstand, Heidelberg 2018; Lee, E. A.: Cyber Physical Systems: Design Challenges, Tec. Report No. UCB/EECS-2008-8.

Lesen Sie mehr zum Schwerpunkt in der aktuellen Ausgabe der M.A.S. im Infoservice auf den Seiten 9-14.

 

Fotocredit: ©AdobeStock/SCHÜTZE-SCHUHE

Das sollten Sie wissen: Normen & Kennzeichnung Atemschutz

Das sollten Sie wissen: Normen & Kennzeichnung Atemschutz

Für die Auswahl der richtigen Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) ist es notwendig, die wichtigsten Normen und Kennzeichnungen zu kennen. Wir setzen unsere Serie mit einer entsprechenden Übersicht zum „Atemschutz“ fort.

Untersuchungen zufolge sind mehr als 10 % der heimischen Arbeitnehmer allein an ihrem Arbeitsplatz schädlichen Stoffen in der Atemluft ausgesetzt. Diese können in weiterer Folge – u.a. in Abhängigkeit vom jeweiligen Schadstoff, dessen Konzentration und Einwirkdauer – unterschiedliche, zumeist auch chronische, Schädigungen im menschlichen Organismus hervorrufen. Dem fachgerechten Schutz vor Schadstoffen in der Atemluft am Arbeitsplatz kommt daher höchste Priorität zu.
Aufgrund der schwerwiegenden möglichen Folgen fallen alle zum Schutz gegen Aerosole in fester oder flüssiger Form oder gegen Gase ausgelegte und hergestellte Atemschutzausrüstungen sowie alle Atemschutzausrüstungen, die ausgelegt und hergestellt werden, um den Träger vollständig von der Umgebung zu isolieren sowie alle für das Tauchen ausgelegten und hergestellten Atemschutzausrüstungen unter die PSA-Kategorie III.
Generell unterscheidet man bei Atemschutzgeräten zwischen Filtergeräten (abhängig von der Umgebungsluft) und Isoliergeräten (unabhängig von der Umgebungsluft). 

Verschiedene Normen & Schutzfaktoren NPF/APF

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Atemschutzausrüstungen – eine Einteilung dieser findet sich in EN 133 –, für die wiederum bezüglich Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung etc. jeweils unterschiedliche Normen gelten. Auch die PSA-Verordnung (PSA-V 2014) enthält wichtige Vorschriften für Atemschutzgeräte, so legt diese z.B. hinsichtlich deren Prüfung fest, dass „Filter- und Isoliergeräte mindestens vierteljährlich von fachkundigen Personen auf ihren ordnungsgemäßen Zustand und die Einhaltung der Schutzfunktion zu prüfen sind“. Filter- und Isoliergeräte dürfen nur verwendet werden, wenn die erforderlichen Prüfungen durchgeführt wurde, die Ergebnisse der Prüfungen sind in Prüfbefunden festzuhalten.
Eine Übersicht über die verschiedenen Produktarten und die zugehörigen Normen gibt Ihnen die Normen-Tabelle samt Schutzfaktoren (Infoservice Seite 2).
Bei der Auswahl von Atemschutzgeräten kommt dem Schutzfaktor große Bedeutung zu. Schutzfaktoren stellen eine Maßzahl für die Wirksamkeit des Atemschutzes gegen schädliche Substanzen dar. Dabei gilt: Je höher der Schutzfaktor ist, desto besser ist der zu erwartende Schutz. Man unterscheidet den

Nominalen Schutzfaktor (NPF, Nominal Protection Factor), dem theoretischen Schutz aufgrund der im Labor gemessenen Leistungsdaten und den
Zugewiesenen Schutzfaktor (APF, Assigned Protection Factor), der sich auf nationale Vorschriften und die tatsächliche Situation am Arbeitsplatz bezieht. Er gibt das, aufgrund von Tests in simulierten Arbeitsplatzumgebungen ermittelte Schutzausmaß einer bestimmten Atemschutzgeräteklasse an, das von 95% der gut trainierten, überwachten Beschäftigten erreicht werden kann.
WICHTIG: APF-Werte sind somit realistischer als NPF-Werte und es empfiehlt sich daher, diese der Auswahl eines Atemschutzgerätes zugrunde zu legen; die APF-Werte für Deutschland (es gibt derzeit noch keine nationale APF-Spezifizierung für Österreich) finden Sie in der Tabelle (im Infoservice Seite 2).

Lesen Sie weiter in der M.A.S: 3/19 im Infoservice auf Seite 3.

Fotocredit: ©3M

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